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In dieser Ausgabe:
Aktuelles
- Ausstellung "Tanzflächen der Wiedervereinigung"
- Zineklatsch #28 und Lesung SPUR
- Kurzzeitpädagogik mit Jugendlichen im Projekt "Digitale Labore"
- Phasen 2 bis 4 unseres Pädagogischen Langzeitprogramms im Projekt "Digitale Labore" in Gelsenkirchen
- Vortrag auf Fachtag zu Mädchen*-Arbeit in Fürth
- Neues Projekt "Common Ground - gemeinsam gegen Antisemitismus"
- Artikel über die Bildungsarbeit des Archivs im Sammelband "Rechtsextremismus als Herausforderung für Polizei und Gesellschaft"
- SOMERA auf der Wi-REX Summer School in Leipzig
- Das Archiv als Fachberatung für Fußballsticker-Ausstellung "Kurvenkleber"
Rückblick
- Phase 1 unseres Pädagogischen Langzeitprogramms im Projekt "Digitale Labore" - Auftakt in Gelsenkirchen
- Culture Camp #2 im Berliner Humboldtforum
- Vernetzungstreffen im Archiv der Jugendkulturen
- Workshops zu Hass im Netz und Online-Misogynie am Heinrich-Hertz-Gymnasium
- Wir auf dem Bundeskongress von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage"
Hinweis: Wanderausstellung "Der z/weite Blick"
Ausstellung "Tanzflächen der Wiedervereinigung"
Am 3. Oktober eröffnet die Ausstellung Tanzflächen der Wiedervereinigung im Kraftwerk Köpenicker Straße in Berlin. Kuratiert von der Berliner Clubcommission und unterstützt vom Archiv der Jugendkulturen taucht die Ausstellung in die Welt ostdeutscher Club-, Sub- und Jugendkulturen der Zeit nach dem Mauerfall ein und wirft Schlaglichter auf bekannte und unbekannte Orte, Geschehnisse und Szenen dieser Jahre.
"Mehr als 30 Geschichten und Beiträge aus privaten und institutionellen Archiven, persönliche Erinnerungen und künstlerische Positionen zeichnen ein vielstimmiges Bild einer Zeit zwischen Aufbruch und Verlust, neuen Freiheiten, Konflikten und radikaler Veränderung. Sie führen von Berliner Clubs in ostdeutsche Städte und ländliche Räume, von Jugend- und Subkulturen vor 1989 zu den Freiräumen der Nachwendezeit.
Erstmals und nur für einen kurzen Moment öffnet die Ausstellung die bisher verborgenen unterirdischen Flächen des Kraftwerk Berlin unter dem Namen SOURCE. Im Zusammenspiel von Architektur, Licht und Sound wird der historische Ort selbst Teil der Erzählung: eine räumliche Annäherung an die temporären Orte und angeeigneten Brachen der Umbruchsjahre und an die unterschiedlichen Realitäten, die dort gleichzeitig aufeinandertrafen.
Von hier aus werfen Fotografie, Film, Videoinstallationen, Zeitzeug:innenstimmen und Archivmaterialien Schlaglichter auf unterschiedliche Orte, Szenen und Erfahrungen, die bisher selten im Mittelpunkt standen. Gemeinsam machen sie die Vielstimmigkeit und Widersprüchlichkeit einer Zeit radikaler Veränderung sichtbar.
Tanzflächen der Wiedervereinigung ist eine Ausstellung über Tanzflächen als Orte von Gemeinschaft, Selbstorganisation und gesellschaftlicher Aushandlung und über die Frage, wessen Erinnerungen Teil unserer gemeinsamen Geschichte werden."
(von der Ausstellungswebseite)
Der Eintritt zu Ausstellung ist kostenlos, vor einem Besuch müssen aber Zeitslots über die Ausstellungswebseite gebucht werden.
Ausstellungsort
SOURCE (Kellergewölbe im Kraftwerk)
Köpenicker Str. 70, 10179 Berlin
Öffnungszeiten
4. Oktober bis 8. November
Mittwoch - Sonntag, 15:00h - 21:00h
Vernissage
3. Oktober 2026, ab 17h (nur für geladene Gäste)
Finissage
9. November, ab 17h
Zineklatsch #28 & Lesung SPUR am 18.10.2026
Am 18.10.2026 gibt es einen Veranstaltungs-Doppelpack: Zineklatsch #28 in der Schikkimikki Zine Library und eine Lesung der Quellenedition SPUR im Schokoladen!
Los geht's um 14h bei Schikkimikki (c/o Lady Liberty Library im Kunsthaus ACUD). Wie immer ein Treffen in informeller Runde mit Kaffee & Kuchen für alle, die sich für Zines interessieren. Diesmal stellen Tine Fetz und Daniel Schneider ihren neuen Kalender Places Berlin 2027 vor, ansonsten gibt es genug Zeit und Raum, um sich über Zines und die Welt zu unterhalten und in der tollen Zinesammlung von Schikkimikki zu stöbern.
Später ziehen wir weiter zum Schokoladen, nur 10 Minuten von Schikkimikki entfernt, wo um 20h die Lesung unserer Quellenedition SPUR losgeht:
Ob Punks, Skinheads, Heavy-Metal-Fans oder Gothics: Mitglieder der vermeintlich "negativ-dekadenten" Jugend- und Subkulturen in der DDR waren es gewohnt, dass der SED-Staat sie und ihre Ausdrucksformen massiv unterdrückte. Auch die Produktion von eigenen Fanzines war kaum möglich, weshalb Fanzines aus dem Westen den Szenen immer wieder als Sprachrohr dienten. Erst in den letzten Jahren der DDR und in der Nachwendezeit entstanden auch in Ostdeutschland eigene Fanzines und Zeitschriften.
Im Rahmen des Projekts SPUR hat das Archiv der Jugendkulturen seine Fanzinesammlung systematisch nach solchen Zeugnissen durchforscht und Hunderte Quellen zusammengetragen. Der Pophistoriker Florian Völker stellt die daraus entstandene Quellenedition vor und liest ausgewählte Beiträge. Die Texte geben unmittelbare Einblicke in die damaligen Ereignisse – und zeigen, wie die Beteiligten sich selbst, ihre Szenen und ihre Zeit wahrnahmen.
Der Eintritt ist frei, aber wir freuen uns über Spenden.
Veranstaltungsort Zineklatsch (14h - 18h)
Schikkimikki Zine Library (c/o Lady Liberty Library im Kunsthaus ACUD)
Veteranenstraße 21
10119 Berlin
Veranstaltungsort Lesung SPUR (Einlass 19h, Beginn der Lesung 20h)
Schokoladen
Ackerstraße 169
10115 Berlin
PS: eine digitale Version von SPUR findet ihr hier: https://zdbooks.de/spur-2026
Kurzzeitpädagogik mit Jugendlichen im Projekt "Digitale Labore"
Auch in den kommenden Monaten stehen bei den kurzzeitpädagogischen Maßnahmen in unserem Projekt "Digitale Labore" noch spannende Veranstaltungen an. Gemeinsam mit Schulen und außerschulischen Partner:innen widmen wir uns aktuellen Fragen rund um digitale Medien, gesellschaftliche Entwicklungen und Medienkompetenz.
An der Hugo-Gaudig-Schule findet im Oktober eine Projektwoche zu Online-Misogynie und gesundem Umgang mit Social Media statt. Dabei setzen sich die Schüler:innen mit frauenfeindlichen Inhalten und Dynamiken im digitalen Raum auseinander und reflektieren zugleich ihre eigene Social-Media-Nutzung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein bewusster und gesunder Umgang mit digitalen Plattformen gelingen kann.
An der Freien Waldorfschule Berlin-Südost beschäftigen wir uns in einem Workshop mit Rechtsextremismus im digitalen Raum. Gemeinsam schauen wir darauf, wie rechtsextreme Inhalte und Ideologien online verbreitet werden, welche Strategien dahinterstehen und wie demokratische Gegenpositionen und Handlungsmöglichkeiten aussehen können.
Bei einem Projekttag mit dem Bund der Deutschen Landjugend e.V. steht auch das Thema Medienkompetenz im Mittelpunkt. Nach einem Workshop geht es anschließend raus in den Stadtraum: Bei einer Graffiti-Exkursion verbinden wir Medienbildung mit praktischer und kreativer Auseinandersetzung mit urbaner Kunst und öffentlichem Raum.
Wir freuen uns auf die kommenden Projekte, den Austausch mit den Teilnehmenden und viele spannende Perspektiven auf die digitale Lebenswelt – und darauf, gemeinsam bis zum Jahresende weiterzudenken, auszuprobieren und zu diskutieren.
Digitale Labore wird von 2025 bis Ende 2026 im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Landesprogramm "Demokratie. Vielfalt. Respekt. Das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus" der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.
Fragen? Schreibt uns an contact@stand-up-participate.de
Phasen 2 bis 4 des Pädagogischen Langzeitprogramms im Projekt "Digitale Labore" in Gelsenkirchen
Nach dem erfolgreichen Auftakt geht unser Langzeitprogramm in Gelsenkirchen in die nächsten Phasen. Bis zum Jahresende werden insgesamt 20 Module realisiert, in denen die bisher behandelten Themen weiter vertieft und neue Perspektiven eröffnet werden.
Auf dem Programm stehen unter anderen Künstliche Intelligenz, Desinformation und Verschwörungsdenken sowie Selbstfürsorge und Resilienz im Umgang mit Hass und digitaler Gewalt. Auch das Fokusthema Online-Misogynie wird in weiteren Modulen vertieft. Ergänzend geht die praktische Medienarbeit weiter: Die Teilnehmenden entwickeln ihre eigenen Ideen weiter und setzen sie in unterschiedlichen Medienformaten kreativ um.
Zum Abschluss des diesjährigen Programms findet am 14. Dezember in Gelsenkirchen die feierliche Zertifizierung der Teilnehmenden statt.
Was in den nächsten Monaten entsteht, kann auch laufend mitverfolgt werden: Auf unserem Projektblog veröffentlichen wir Einblicke in die Arbeit vor Ort und die entstehenden Medienprojekte. Wir freuen uns auf die kommenden Wochen und sind gespannt auf die Ideen und Beiträge, die noch entstehen werden.
Digitale Labore wird von 2025 bis Ende 2026 im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Landesprogramm "Demokratie. Vielfalt. Respekt. Das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus" der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.
Fragen? Schreibt uns an contact@stand-up-participate.de
Vortrag auf Fachtag zu Mädchen*-Arbeit am 29.10.2026 in Fürth
Insbesondere um die Perspektiven von FLINTA (Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nicht-binäre, Transgeschlechtliche und Agender Personen) in Jugendkulturen geht es auf dem Fachtag für Akteur:innen aus Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit. Gabriele Rohmann wird dazu einen Eingangsvortrag über aktuelle Jugendkulturen, die Sichtbarkeit und Rollen von FLINTA* und wie Jugendkulturen ein Ort der Gemeinschaft sein und gegen Einsamkeit und Ausgrenzung helfen können, halten. Veranstaltet wird der Regionale Mädchen*-Fachtag von den Jugendämtern der Städte Nürnberg und Fürth und dem Kreisjugendring Nürnberg-Stadt.
Digitale Labore wird von 2025 bis Ende 2026 im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Landesprogramm "Demokratie. Vielfalt. Respekt. Das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus" der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.
Fragen? Schreibt uns an contact@stand-up-participate.de
Neues Projekt "Common Ground - gemeinsam gegen Antisemitismus"
Wir freuen uns, in den Jahren 2026 und 2027 in der Förderung aus Mitteln des Aktionsfonds zur Unterstützung von Projekten gegen Antisemitismus der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt dabei zu sein. Mit unserem Projekt "Common Ground - gemeinsam gegen Antisemitismus" werden wir uns weiter intensiv mit Antisemitismus und Israelhass insbesondere in kulturellen Räumen auseinandsetzen, Vernetzungsfestivals mit Kultur- und Musikschaffenden gestalten und online und offline im öffentlichen Raum präsent sein. An verschiedenen Orten wird dann auch unsere Wanderausstellung "Global Sounds - Jüdische Künstler:innen in Musikkulturen" zu sehen sein.
Artikel über die Bildungsarbeit des Archivs im Sammelband "Rechtsextremismus als Herausforderung für Polizei und Gesellschaft"
In der Beschreibung zum Sammelband mit namhaften Personen aus Forschung und Praxis heißt es: "Zur Stärkung der demokratischen Resilienz und zum Schutz pluraler Demokratie und Erinnerungskultur diskutiert der Sammelband unterschiedliche Perspektiven von Polizei, Zivilgesellschaft und Wissenschaft im Umgang mit Rechtsextremismus. Hierfür werden sowohl praxisorientierte Möglichkeiten vorgestellt als auch die diesbezüglichen polizeilichen und zivilgesellschaftlichen Herausforderungen und Bedarfe benannt. Vor allem geht es um die Frage, wie eine nachhaltige Handlungsorientierung und menschenrechtsbasierte Vermittlungsarbeit in der Polizei durch selbstreflexive und zivilgesellschaftliche Perspektivenübernahme gestärkt werden kann. Ziel des Sammelbandes ist es, für die polizeilichen und zivilgesellschaftlichen Herausforderungen angesichts eines sich wandelnden und ausdifferenzierenden Rechtsextremismus zu sensibilisieren und Impulse für eine professionell reflektierte, demokratisch fundierte Praxis zu geben." Gabriele Rohmann beschreibt in ihrem Beitrag die Bildungsarbeit und -projekte des Archivs und reflektiert die jahrzehntelange Erfahrung des Archivs in seiner bundesweiten Arbeit mit Angehörigen der Polizei in der Auseinandersetzung mit Jugend(kulturen) und Extremismus. Herausgeberin des Sammelbandes ist Dr. Haydée Mareike Haass, erschienen ist er bei Nomos.
Digitale Labore wird von 2025 bis Ende 2026 im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Landesprogramm "Demokratie. Vielfalt. Respekt. Das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus" der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.
Fragen? Schreibt uns an contact@stand-up-participate.de
SOMERA auf der Wi-REX Summer School in Leipzig
Vom 13. bis 14. Oktober 2026 lädt die Plattform Junge Forschung des Wissensnetzwerks Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) zur Summer School "Rechtsextreme Netzwerke in Deutschland und weltweit" nach Leipzig ein. Wir sind vor Ort und stellen unser Social Media Research Archive SOMERA vor.
Jugendkulturelle und politische Artefakte haben sich zunehmend in den digitalen Raum verlagert. Auf Plattformen wie Instagram, TikTok, Facebook und YouTube entstehen täglich relevante Inhalte, die jedoch genauso schnell wieder verschwinden können. Das Archiv der Jugendkulturen e.V. hat seit 2015 darauf reagiert: Mit SOMERA haben wir eine Plattform entwickelt, die digitale Inhalte aus sozialen Medien systematisch erfasst, sichert und für die wissenschaftliche Forschung zugänglich macht. Im Projekt "Digitale Labore - kompetent für Resilienz gegen Hass im Netz und Desinformation" haben wir 2025 mit SOMERA Schulungen für Multiplikator:innen gestartet.
Auf der Wi-REX Summer School zeigen wir, wie SOMERA die dauerhafte Speicherung, einfache Kategorisierung und gezielte Sichtung flüchtiger Social-Media-Daten ermöglicht – und wie die Datenbank als Werkzeug für die Analyse rechtsextremer Netzwerke genutzt werden kann. Wir freuen uns auf den Austausch mit Early-Career-Forscher:innen, neue Impulse und spannende Diskussionen.
Digitale Labore wird von 2025 bis Ende 2026 im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Landesprogramm "Demokratie. Vielfalt. Respekt. Das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus" der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.
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Das Archiv als Fachberatung für Fußballsticker-Ausstellung "Kurvenkleber"
"Kurvenkleber" heißt eine Wanderausstellung von Gesellschaftsspiele, Fanprojekt der Sportjugend Berlin, DFB-Kulturstiftung und Bundesliga, mit der wir kooperieren und die wir als Archiv der Jugendkulturen fachlich beraten und begleiten. Im Begleittext zur Ausstellung heißt es: "Fußballaufkleber sind weit mehr als kleine Kleber an Laternen, Verkehrsschildern oder Bahnhofsausgängen. Sie erzählen von Zugehörigkeit und Rivalität, markieren Präsenz und symbolische Reviere und machen Fanszenen auch dort sichtbar, wo gerade kein Spiel stattfindet. Dabei bewegen sie sich zwischen Fankultur, Humor und Kreativität, aber auch zwischen politischer Positionierung, Ausgrenzung, Konflikt und der Frage, wem der öffentliche Raum eigentlich gehört. Genau diesen unterschiedlichen Seiten widmet sich die Ausstellung „Kurvenkleber – Haftung. Haltung. Raum.“. Grundlage ist eine inzwischen auf mehr als 9.000 Fußballaufkleber angewachsene Sammlung, die derzeit systematisch digitalisiert, verschlagwortet und für die Ausstellung aufbereitet wird.
Unter den drei Perspektiven „Haftung“, „Haltung“ und „Raum“ beschäftigt sich die Ausstellung unter anderem mit der Bedeutung von Stickern für Fanszenen und Identitäten, mit Gestaltung und visueller Kommunikation, politischen und gesellschaftlichen Botschaften, Diskriminierung und menschenfeindlichen Inhalten sowie mit der Aneignung und Markierung öffentlichen Raums. Neben Originalstickern entstehen Fotografien, Collagen, Installationen, Projektionen, Interviews und weitere Elemente, durch die unterschiedliche Perspektiven auf das Medium sichtbar werden sollen."
Premiere: 11. Dezember 2026 im Neurotitan im Haus Schwarzenberg in Berlin
Mehr Infos zum Projekt:
gesellschaftsspiele.berlin
facebook.com/gesellschaftsspieleberlin
instagram.com/gesellschaftsspiele_berl
RÜCKBLICK I: Phase 1 des Pädagogischen Langzeitprogramms im Projekt "Digitale Labore" - Auftakt in Gelsenkirchen
Anfang September ist unser zweites Pädagogisches Langzeitprogramm im Projekt "Digitale Labore – kompetent für Resilienz gegen Hass im Netz und Desinformation" am Weiterbildungskolleg Emscher-Lippe in Gelsenkirchen gestartet.
In der ersten Phase standen das gegenseitige Kennenlernen und ein gemeinsamer Einstieg in die Themen des Projekts im Mittelpunkt. In insgesamt acht Modulen beschäftigten sich die Teilnehmenden unter anderem mit Jugendkulturen und ihrer Repräsentation in den Medien, reflektierten ihr eigenes Mediennutzungsverhalten und erhielten eine Einführung in das diesjährige Fokusthema Online-Misogynie.
Von Anfang an wurde dabei nicht nur diskutiert und reflektiert, sondern auch selbst produziert. In zwei Modulen zur Medienpraxis lernten die Teilnehmenden erste Grundlagen der Arbeit mit Kamera und Mikrofon kennen und setzten eigene Ideen kreativ um. So entstanden bereits erste eigene Medienbeiträge.
Die erste Phase hat damit einen gelungenen Auftakt für die gemeinsame Arbeit geschaffen. Wir freuen uns sehr auf die kommenden Monate, in denen wir die Themen weiter vertiefen, gemeinsam Medienprojekte entwickeln und die weiteren Phasen des Langzeitprogramms gestalten werden.
Digitale Labore wird von 2025 bis Ende 2026 im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Landesprogramm "Demokratie. Vielfalt. Respekt. Das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus" der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.
Fragen? Schreibt uns an contact@stand-up-participate.de
RÜCKBLICK II: Culture Camp #2 im Berliner Humboldtforum
Auch unser zweites Culture Camp im Autrag und in Kooperation mit der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss ist super gelaufen. Fast 30 Jugendliche haben sich fünf Tage lang vom 10. bis 14. August 2026 intensiv mit Musikproduktion, Rap, Graffiti, Streetart, Fanzinegestaltung, Medienproduktion und Teilen der Sammlungen im Humboldt Forum beschäftigt und viel Tolles selbst kreiert. Ergebnisse des Camps werden auch in der großen Ausstellung über Popkultur und kulturelle Aneignung im Jahr 2027 im Humboldt Forum zu sehen sein. Wir danken unseren Referent:innen, den Kolleg:innen und Kurator:innen der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss und der Kuratorin der Ausstellung Mirrianne Mahn für die wunderschöne Zusammenarbeit auch dieses Mal und freuen uns schon sehr auf die Ausstellung und das Begleitprogramm in 2027.
RÜCKBLICK III: Vernetzungstreffen im Archiv der Jugendkulturen
Am 9. September kamen wir im Archiv der Jugendkulturen zu unserem diesjährigen Vernetzungstreffen zusammen. Umrahmt wurde der Abend von unserer mobilen Ausstellung "Global Sounds – Jüdische Künstler:innen in Musikkulturen", die vor Ort besichtigt werden konnte und auch für eigene Veranstaltungen buchbar ist.
Zum Auftakt gab Gabriele Rohmann einen Einblick in die vielfältige Arbeit des Archivs, das Wissen rund um Jugendkulturen sammelt, erforscht und vermittelt. Anschließend präsentierten die Autor:innen Maria Kanitz und Lukas Geck wichtige Impulse aus ihrem Buch "Lauter Hass. Antisemitismus als popkulturelles Ereignis". Sie verdeutlichten anhand von Beispielen wie Roger Waters, Kanye West oder Macklemore, wie antisemitische Narrative, Codierungen und Verschwörungsmythen in Lyrics, Performances und Inszenierungen wirken – und dass dies weder ein neues Phänomen, noch erst seit dem 7. Oktober 2023 präsent ist.
Der anschließende vertrauliche Austausch bot Raum für engagierte Diskussionen unter den Anwesenden.
Digitale Labore wird von 2025 bis Ende 2026 im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Landesprogramm "Demokratie. Vielfalt. Respekt. Das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus" der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.
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RÜCKBLICK IV: Workshops zu Hass im Netz und Online-Misogynie am Heinrich-Hertz-Gymnasium
Im Rahmen unseres Projekts "Digitale Labore – kompetent für Resilienz gegen Hass im Netz und Desinformation" waren wir am Heinrich-Hertz-Gymnasium in Berlin-Friedrichshain zu Gast. Während einer Projektwoche hat sich eine komplette 9. Klassenstufe intensiv mit den Gefahren und Dynamiken digitaler Gewalt auseinandergesetzt. In insgesamt sechs Workshops (drei zu Hass im Netz und drei zu Online-Misogynie) setzten sich die Schüler:innen mit drängenden Fragen unseres digitalen Alltags auseinander:
"Hass im Netz – wenn aus Spaß Hate wird": Wo verläuft die Grenze zwischen einem harmlosen Witz und echtem Hass? Die Jugendlichen analysierten, wie Hate Speech in Chats, Kommentaren und Memes entsteht, warum sich Hetze online so rasch verbreitet und welche Rolle Sexismus dabei spielt. Gemeinsam wurden Handlungsoptionen erarbeitet, um Betroffene zu unterstützen und dem Hass aktiv etwas entgegenzusetzen.
"Online-Misogynie kritisch analysieren": In diesem Workshop standen digitale Formen von Frauenfeindlichkeit im Fokus. Die Schüler:innen beleuchteten Narrative, Sprachcodes und Rollenbilder in sozialen Medien, führten eigene Recherchen durch und lernten Akteur:innen sowie Strategien misogyn geprägter Inhalte im Netz zu identifizieren und kritisch zu hinterfragen.
Ein großes Dankeschön an das Heinrich-Hertz-Gymnasium und die engagierten Schüler:innen der 9. Klassen für die wichtigen Einblicke, die regen Diskussionen und die tolle Zusammenarbeit.
Digitale Labore wird von 2025 bis Ende 2026 im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Landesprogramm "Demokratie. Vielfalt. Respekt. Das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus" der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.
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RÜCKBLICK V: Wir auf dem Bundeskongress von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage"
Auch auf dem diesjährigen Bundeskongress von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" waren wir wieder aktiv vertreten. Der Kongress brachte schulische und außerschulische Akteur:innen zusammen, um den Austausch zu stärken und zu erarbeiten, wie politische Bildung angesichts von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zukunftsfähig verankert werden kann. Unser Beitrag vor Ort:
Workshop-Moderation an Tag 1: Farina Wäcker moderierte den Workshop "Autoritäre Diskursverschiebung im Netz – Mechanismen und Gegenstrategien" von Farina Aigbedion (Bildungsreferentin und Gründerin von "Kritische Köpfe"). Im Fokus stand die Frage, wie autoritäre Akteur:innen das Netz nutzen, um menschenverachtende Narrative zu normalisieren, und wie junge Menschen befähigt werden können, diesen Strategien etwas entgegenzusetzen.
Markt der Möglichkeiten an Tag 2: Am zweiten Tag waren wir mit einem eigenen Infostand auf dem Markt der Möglichkeiten dabei. Dort nutzten wir den Raum, um unsere Materialien, Angebote und Projekte vorzustellen, bestehende Kontakte im Courage-Netzwerk zu vertiefen und neue zu knüpfen und uns mit anderen Multiplikator:innen auszutauschen.
Wir bedanken uns für die wichtigen Impulse, die wertvollen Vernetzungsmomente und den bereichernden Austausch.
Digitale Labore wird von 2025 bis Ende 2026 im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und im Landesprogramm "Demokratie. Vielfalt. Respekt. Das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus" der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.
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Hinweis: Unsere Wanderausstellung "Der z/weite Blick"
Jugendkulturen bieten jungen Menschen Raum für Zugehörigkeit, Identität und Freundschaft. Doch wie frei sind sie wirklich von Diskriminierung? Wo verläuft die Grenze zwischen kreativem Ausdruck, kultureller Aneignung und bewusster Ausgrenzung?
Unsere Wanderausstellung „Der z/weite Blick“ beleuchtet genau diese Ambivalenzen. Sie lädt Jugendliche ab 12 Jahren sowie Erwachsene dazu ein, den eigenen Blick auf Jugendkulturen, Social Media und den Mainstream zu schärfen. Die Ausstellung behandelt eine breite Palette aktueller Diskriminierungsformen – von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus bis hin zu Sexismus und Queerfeindlichkeit – und setzt wertvolle Impulse gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
Die Wanderausstellung kann bundesweit gebucht werden und kommt direkt zu Ihnen vor Ort.
Mehr Infos: https://www.jugendkulturen.de/der-zweite-blick.html
Alles über Tagungen, Ausstellungen, Veranstaltungen und aktuelle Meldungen zum Thema JUGENDKULTUREN finden sich immer aktuell auf unserer Homepage https://www.jugendkulturen.de/, Facebook-Seite www.facebook.com/jugendkulturen und Instagram https://www.instagram.com/archiv_der_jugendkulturen/.
Weitere Informationen zu unseren Bildungsangeboten gibt es hier hier: https://www.stand-up-participate.de/ und http://www.culture-on-the-road.de/startseite.html und https://der-z-weite-blick.de
https://www.instagram.com/stand_up_participate/, https://www.facebook.com/standupparticipate
Herzliche Grüße
Gabriele Rohmann, Daniel Schneider, Elisabeth Schweizer und Farina Wäcker
P.S.: Fragen oder Anregungen? Bitte an presse@jugendkulturen.de
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