Veranstaltungskalender
Veranstaltung
- Titel:
- Hinter den Kulissen - Alltag von jungen Migrantinnen
- Wann:
- 26.10.2007 - 08.12.2008
- Wo:
- Archiv der Jugendkulturen - Berlin
- Kategorie:
- Ausstellung
Beschreibung
Hinter den Kulissen - Alltag von jungen Migrantinnen
„Obwohl ich Deutsche bin und mich als Berlinerin fühle, werde ich immer wieder daran erinnert, dass ich in Brasilien geboren wurde und somit als Ausländerin gelte.“
Camila ist vor 19 Jahren mit ihren Eltern aus Sao Paulo/Brasilien nach Berlin gekommen. Heute ist sie 21 Jahre alt, hat die deutsche Staatsbürgerschaft und spricht nicht einmal mehr die Sprache ihrer Vorfahren – Portugiesisch.
Camila ist eines von sieben jungen Frauen, die die Ausstellung „Hinter den Kulissen – Alltag von jungen Migrantinnen“ erarbeitet haben. Gemeinsam mit den Streetworkern von Gangway e. V. wollen sie einen aktiven Beitrag zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in der deutschen Gesellschaft leisten. Sie tun etwas für den Abbau von Vorurteilen gegenüber Anderen, insbesondere Frauen. Es ist aus ihrer Sicht längst an der Zeit, dass in der heutigen Welt alle von den anderen wissen und einander akzeptieren. Aus ihrer Sicht ist Verstehen ein wichtiger Ansatzpunkt, um bestehende Vorurteile zu überwinden. Sie wollen Verständnis für die Situation von MigrantInnen schaffen, die sich täglich um ihren Aufenthaltsstatus sorgen müssen, die immer wieder Diskriminierung im Alltag erfahren und die zwischen zwei sehr unterschiedlichen Kulturen leben.
Die Ausstellung “Hinter den Kulissen“ öffnet Räume, die sonst verborgen bleiben. Sie eröffnet Ihnen den Blick auf die Lebensrealitäten von jungen Frauen, die aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern migriert sind und seit langem hier in Deutschland leben. Die BesucherInnen erhalten Einblicke in deren Leben und hören Dinge, die sie Ihnen mitteilen wollen. Der Weg durch diese Ausstellung ermöglicht den BesucherInnen ein direktes Erleben des Lebens “Hinter den Kulissen“. Mit dem Betreten der Ausstellung erhält Jede/Jeder eine neue Identität, die die BesucherInnen während der gesamten Ausstellung begleiten wird. Sie erleben die Beweggründe einer Migration, die mit dem Aufenthaltsstatus verbundenen Möglichkeiten und rechtlichen Situationen an der eigenen Person. Am Ende der Ausstellung haben die BesucherInnen die Erfahrung gemacht, was es heißt, fremd in Deutschland zu sein.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit:
GANGWAY e. V. – das ist Straßensozialarbeit mit Jugendlichen in Berlin. Rund 50 Streetworker arbeiten in Teams in neun Bezirken. Wir gehen dahin, wo sich die Jugendlichen treffen: auf öffentliche Plätzen und Straßen. Wir orientieren uns an den Interessen und Bedürfnissen der Jugendlichen, machen Vorschläge zur Realisierung und fungieren als Partner und Sprachrohr. Unser Ziel ist es, die Jugendlichen dabei zu unterstützen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Wir finden Lösungen für die Probleme der Jugendlichen, helfen ihnen bei Behörden und Ämtern, bei der Arbeitssuche und vermitteln bei Konflikten in der Schule oder mit den Eltern. Die Jugendlichen sollen ihre Potentiale entdecken und weiterentwickeln. Gangway e.V. wurde 1990 gegründet, wird vom Senat und den Bezirksämtern gefördert und durch Spendengelder unterstützt. Die Ausstellung wird im Rahmen des Programms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Wenn ich mit meiner Schwester unterwegs bin, reden wir Spanisch. Dann werden wir angepöbelt, dass wir Deutsch reden sollten, weil wir in Deutschland sind.
Shanti, 21 Jahre, in Montevideo/Uruguay geboren
Integration ist eine Einstellungssache!
Renata, 21 Jahre, in Valparaiso/Chile geboren
Ich werde ab und zu auf der Straße blöd angemacht. Die Leute reagieren dann total erstaunt, wenn ich ihnen auf Hochdeutsch erwidere und mich normal artikulieren kann.
Camilla, 22 Jahre, in Sao Paulo/Brasilien geboren
Ich bin in Uruguay geboren, habe die italienische Staatsbürgerschaft und bin in Berlin zu Hause. Ich bin eine Bürgerin dieser Welt.
Shiva, 23 Jahre, in Montevideo/Uruguay geboren
Man bekommt hier nicht wirklich das Gefühl, zu Hause zu sein. Man ist halt immer ein Ausländer. Ingrid, 27 Jahre, in Valparaiso/Chile geboren
Intolerante Menschen machen mich wütend, wenn sie Menschen, die anders aussehen, nicht respektieren und diese dann respektlos behandeln.
Caro, 20 Jahre, in Ost-Berlin geboren
Ich bewundere Menschen, die ihre Ziele erreichen und sich für andere Menschen einsetzen.
Hanna, 22 Jahre, in West-Berlin geboren
Informationen und Anmeldung
Archiv der Jugendkulturen e. V.
Tel. 030 / 694 29 34, Fax 030 / 691 30 16
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Gangway e. V. – Straßensozialarbeit in Berlin
Tel. 030 / 283 02 30, Fax 030 / 283 02 319
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.gangway.de
Öffnungszeiten
dienstags – freitags: 13 – 19 Uhr
samstags – sonntags: 12 – 18 Uhr
Eintrittspreise
Ausstellung: 2 Euro
Veranstaltungen: zzgl. 3 Euro
Mit freundlicher Unterstützung von:

Veranstaltungsort
- Venue:
- Archiv der Jugendkulturen - Website
- Straße:
- Fidicinstraße 3
- PLZ:
- 10965
- Stadt:
- Berlin
- Land:
-
Beschreibung
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