Veranstaltungskalender
Veranstaltung
- Titel:
- Abschied von Hass und Gewalt
- Wann:
- 10.11.2005 - 11.11.2000
- Wo:
- Landesregierung Brandenburg Staatskanzlei - Potsdam
- Kategorie:
- Tagung
Beschreibung
Abschied von Hass und Gewalt
Bildungs- und Präventionsarbeit mit gewaltbereiten und rechtsextremistisch orientierten Jugendlichen



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Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung,
Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg,
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung,
Archiv der Jugendkulturen e. V.
Im Laufe der letzten Jahre hat es vielfältige pädagogische Anstrengungen gegeben, fremdenfeindlichen und rechtsextremistischen Tendenzen unter jungen Menschen vorzubeugen und zu begegnen. Dazu zählen bildungspolitische Maßnahmen, zivilgesellschaftliche Ansätze und Beratungsarbeit. Eher rar sind Ansätze, die unmittelbar mit jugendlichen „Tätern““ arbeiten und in „„Zwangskontexten““ angesiedelt sind. Einerseits dürfte unstrittig sein, dass auch in diesen Zusammenhängen mit rechtsextremistisch orientierten und gewaltbereiten Jugendlichen gearbeitet werden muss. Andererseits gibt es wenige Vorstellungen darüber, wie wirkungsvoll Präventions- und Interventionsstrategien mit diesen Jugendlichen (noch) sein können. Was sind angemessene Konzepte? In welchem Verhältnis stehen Konfrontation, Repression, Zuwendung, Verstehens-Arbeit und Aufklärung? Wie lassen sich emotionale und inhaltliche Bildung verbinden, wie soziales Training mit moralischem Lernen? Ist es die Frage eines ausgefeilten methodischen Repertoires? Was bedeutet Beziehungsarbeit in dem Zusammenhang?
2002 wurde im Jugendvollzug des Landes Brandenburg mit einem Projekt begonnen, das sich mit rechtsextremistisch orientierten Gewaltstraftätern befasst. Ausgeweitet wurde die Arbeit inzwischen auf den Jugendvollzug in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Ein weiteres Projekt schließt sich inzwischen an und bietet Angebote nach der Haft-Entlassung.
Von Beginn an wurde die Arbeit evaluiert. Zwischenergebnisse fanden ihren Niederschlag in konzeptionelle Veränderungen. Forschung und Praxis standen mithin in unmittelbarem Zusammenhang.
Offensichtlich wurde, dass die Erfahrungen aus den Projekten sich nicht auf das Feld des Vollzugs und institutionelle Zwangs-Situationen beschränken. Sie reichen in ihrer Be-deutung weit darüber hinaus.
Ausgehend von diesen Projekten will sich die Tagung besonders Methoden und Ansätzen widmen, die sich im Vollzug wie überhaupt im Kontext von Strafverfahren mit Jugendlichen auseinandersetzen, die Gewaltstraftaten begangen haben und zu fremdenfeindlichen und rechtsextremistischen Orientierungen neigen. Ihnen gegenüber gestellt werden Ergebnisse der Forschung und Bildungsarbeit.
Es scheint jetzt schon deutlich: Dringend gefordert sind hier Arbeitsbündnisse und eine dichte Zusammenarbeit auch oder gerade in Feldern institutioneller Zwangskontexte.
Veranstaltungsort
- Venue:
- Landesregierung Brandenburg Staatskanzlei
- Straße:
- Heinrich-Mann-Allee 107
- PLZ:
- 14473
- Stadt:
- Potsdam
- Bundesland:
- Brandenburg
- Land:
-
Beschreibung
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