Zeitmaschine bauen!
Zeitmaschine bauen!
Ein Projekt für Schulen, SchülerInnen (ab der 8. Klasse) und LehrerInnen
Im Projekt Zeitmaschine bauen!, das in der Schweiz entwickelt wurde, suchen Jugendliche Erinnerungen an Ereignisse der Zeitgeschichte. Sie treffen ZeitzeugInnen und zeichnen deren Erzählungen auf.
Die Jugendlichen illustrieren die Erzählungen mit historischen Bildern und bereiten sie in Multimedia-Clips auf.
Am Ende steht ein konkretes Produkt, das auf www.zeitmaschine.tv öffentlich zugänglich ist.
Kontakt
Dr. Almut Sülzle: Projektleiterin
Christian Lüthi: Initiator von Zeitmaschine.TV und pädagogischer Leiter
Archiv der Jugendkulturen e.V.
Fidicinstraße 3, 10965 Berlin
Tel.: 030/ 694 29 34
Fax: 030/ 691 30 16
www.jugendkulturen.de
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Downloads
Projektfilm
Projektflyer (1.58 MB)
Ein Artikel in der Berliner Morgenpost vom 05.06.2011: "Dialog der Generationen" von Beatrix Fricke (1 MB)

Die Projektwoche Zeitmaschine bauen!
Die SchülerInnen durchstöbern alte Bilder und suchen davon ausgehend Erinnerungsgeschichten und ZeitzeugInnen. Etwa den 63-jährigen Jazzmusiker aus der ehemaligen DDR. In einer anderen Projektwoche besuchen Jugendliche eine türkische „Gastarbeiterin“ der ersten Stunde.
Die Jugendlichen interviewen ZeitzeugInnen, zeichnen deren persönliche Erinnerungsgeschichten als Tondokumente auf und digitalisieren deren Fotos. Daraus und aus Bildquellen bauen sie Multimedia-Clips.
So entsteht das neuartige Medium Zeitmaschine.TV Ein „Geschichtsbuch“ der besonderen Art und ein immer weiter wachsendes ZeitzeugInnen-Portal.
Maßgeschneidertes Szenario für Schulen

Bei Zeitmaschine bauen! Kann das Thema durch die Schule gewählt werden. Es kann etwa Unterrichtsstoff vertieft oder ein Schuljubiläum vorbereitet werden. Ins Projekt integriert werden kann auch eine LehrerInnenfortbildung zur Arbeit mit der Zeitmaschine.
Die Projektwoche Zeitmaschine bauen! Besteht aus einem dreistündigen Start-up und fünf Projekttagen. Mindestens acht SchülerInnen sollten daran teilnehmen.
Lerneffekte

Zeitmaschine bauen! fördert arbeitsmarktbezogene Handlungskompetenzen
Medien- und Methodenkompetenz
Erlernen von Grundlagen der Recherche und von Interviewtechniken anhand historischer Themen. Die strukturierte Begegnung mit ZeitzeugInnen vermittelt Erfahrungen mit Methoden der Oral History.
Kommunikation
Förderung des Generationendialogs, der Empathie- und der Teamfähigkeit.
Informatik
Anwendung moderner Multimediasoftware. Die Jugendlichen sind dabei sowohl IT-NutzerInnen als auch aktiv gestaltende ProduzentInnen von Inhalten.
Narrative Kompetenz
Jugendliche stellen geschichtliche Erzählungen und Strukturen dar. Sie erarbeiten selbst gewählte Themen, erstellen, verantworten und präsentieren mit Hilfe von Zeitmaschine.TV ein eigenes Produkt. Dabei wird ihre Urteilskompetenz gefördert.
Sie erkennen, dass Erinnerungsgeschichten nicht die eine wahre Geschichtsschreibung repräsentieren, sondern immer persönliche Perspektiven abbilden. Zeitmaschine bauen! leistet damit einen Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders.
„Bei Zeitmaschine bauen! wird den Jugendlichen nicht Geschichte geboten. Sie müssen sie sich selbst erarbeiten und neugierig sein. Was aktiv erarbeitet wird ist nachhaltiger als das, was man einfach vorgesetzt bekommt.“ Klaus Farin, Gründer Archiv der Jugendkulturen e.V.
„Normalerweise ist Geschichtsunterricht schwierig. Es gibt viele desinteressierte Schüler. Hier haben sie die Gelegenheit, an Geschichte und an Zeitzeugen `live´ ranzukommen. Das halte ich für eine großartige Möglichkeit.“ Sabine Peters-Dudenbostel, Berliner Lehrerin, im Projektfilm
Die Arbeitsweise

Zeitmaschine bauen! funktioniert über intensives Coaching durch Fachleute und durch peer Learning.
Die Jugendlichen arbeiten während der Projektwoche Zeitmaschine bauen! als IT-SpezialistInnen und RedakteurInnen in Zweier-Teams. So können sie auch über ihre jeweiligen Kompetenzbereiche hinaus viel voneinander lernen.
„Die Verknüpfung von Jugendprojekten mit der Zeitmaschine kann eine Vorraussetzung sein, um einen neuen Lernort zu schaffen. Ein Ort, wo Alte von Jungen und Junge von Alten lernen“ Markus Gander, Geschäftsführer infoklick.ch, Kinder-und Jugendförderung Schweiz.
Der Träger
Das Berliner Archiv der Jugendkulturen e.V. existiert seit 1998 und sammelt, als einzige Einrichtung dieser Art in Europa, authentische Zeugnisse aus den Jugendkulturen selbst (Fanzines, Flyer, Musik etc.), aber auch wissenschaftliche Arbeiten, Medienberichte etc., und stellt diese der Öffentlichkeit in seiner Präsenzbibliothek kostenfrei zur Verfügung.
Darüber hinaus betreibt das Archiv der Jugendkulturen auch eine umfangreiche Jugendforschung, berät Kommunen, Institutionen, Vereine etc., bietet jährlich bundesweit rund 80 Schulprojekttage und Fortbildungen für Erwachsene an, publiziert eine eigene Zeitschrift - das Journal der Jugendkulturen – sowie eine Buchreihe mit ca. sechs Titeln jährlich.
Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“

sowie von
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Kooperationpartner

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