Rechtsextremismus in Comics - Themenblock 2
Seit den 1980er Jahren ist das Thema Drittes Reich und Holocaust verstärkt in Comics vertreten. Angeregt durch neue Untersuchungen und Fachbücher hat die Diskussion um den Einsatz dieser Comics in Schulunterricht und politischer Bildung zur Schaffung eines besseren Geschichtsbewusstseins wieder an Aktualität gewonnen. Kann hier Rechtsextremismus und Antisemitismus nachhaltig bekämpft werden?
Behörden (etwa der Verfassungsschutz, die Bundes- und Landeszentralen für politische Bildung) und nichtstaatliche Organisationen treten der rechtsextremen Propaganda u. a. auch mit Comics entgegen und setzen sie zur Aufklärung im Rahmen ihrer politischen Jugendbildungsarbeit ein.
Zu folgenden Fragestellungen werden Abstracts erbeten. Auch zu weiteren Ansatzpunkten sind Vorschläge ausdrücklich erwünscht, soweit sie das Panel-Thema aufgreifen.
- Wie können Comics auf die Brauchbarkeit zum (Schul-)Einsatz hin überprüft werden?
- Welche didaktischen Konzepte und Unterrichtsmodelle gibt es für den Einsatz von Comics?
- Welche Untersuchungsergebnisse oder Erfahrungen aus der Praxis gibt es mit Comics im Unterricht?
- Welchen Stellenwert haben die inhaltliche Geschichte und die Unterhaltung gegenüber dem Zweck der gesellschaftspolitischen Bildung?
- Wie kann das bildungspolitische Ziel besser erreicht werden? Bekannte versus neue Comicfiguren? Realistischer versus Funny-Zeichenstil? Fiktive versus tatsachenbasierte Handlung? Schwarz/weiße versus farbige Zeichnungen? Lange versus kurze Geschichte?
- Welche Vorschläge gibt es für einen optimalen Comic gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus?
Interview mit Ralf Palandt im Bayerischen Rundfunk on3

