Rechtsextremismus in Comics
Veranstalter/Hrsg.: Archiv der Jugendkulturen e.V.
Ralf Palandt, Gesellschaft für Comicforschung (www.comicforschung.de/gesellschaft.html)
Rechtsextreme nutzen inzwischen bei ihrem "Kampf um die Köpfe" ein vielfältiges Medienangebot als Transportmittel für ihre Ideologie, darunter auch, vor allem, um Jüngere zu werben, Comics.
Auch in der politischen Jugendbildung demokratischer Institutionen sowie als Lehrmittel im Unterricht sollen sie der rechtsextremen Meinungsbildung entgegen wirken. Doch beschränkt sich ihr Einsatz aktuell auf wenige Fälle. Zum einen fehlt die breite Zustimmung und Förderung durch die maßgeblichen Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung. Zum anderen gilt für einige „Comics gegen Rechts“: Gut gemeint ist nicht immer auch gut gemacht.
Tatsächlich herrscht ein großer Mangel an Wissen über die gesellschaftspolitische Bedeutung, über die Wirkungs- und Einsatzmöglichkeiten von Comics im Allgemeinen und im Bereich Rechtsextremismus und Rassismus im Besonderen. Werden hier einerseits Gefahren für die Gesellschaft und andererseits Potentiale möglicher Verteidigungsmittel sträflich übersehen?
Die Tagung und der geplante Begleitband sollen dazu dienen, im interdisziplinären Rahmen Untersuchungen und Erfahrungen über Inhalte, Funktionen, Mechanismen und Wirkung von Comics aus dem Themenkreis Rechtsextremismus und Rassismus vorzustellen und zu diskutieren.

